Atemschule

Atmen am Abend

 

 

4 Termine

 

Mi. 4. September 24

Mi. 25. September 24

Mi. 23. Oktober 24

Mi. 30. Oktober 24

 

18:45 Uhr - 20:15 Uhr

 

Ausgleich

80 € 

 

Wo?

Umkreis Bad Nenndorf

Bekanntgabe des genauen Standortes folgt in Kürze

 

Mindestteilnehmer

8

Atmen ist Leben!

Die Atemschule beschäftigt sich mit der Vermittlung von Techniken zur bewussten Steuerung der Atmung. Ziel ist es, wieder tief und richtig durchatmen zu können und durch gezielte Atemübungen die körperliche und geistige Gesundheit zu fördern. Die bewusste Atmung kann helfen, Stress abzubauen, die Konzentration zu verbessern, die allgemeine Leistungsfähigkeit zu steigern und Zugang zu tieferen Schichten des Seins zu bekommen.

 

Die Atmung ist ein komplexer Prozess, der mehrere Organe und Systeme im Körper umfasst. Der körperliche Zweck der Atmung ist der Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid zwischen dem Körper und der Umgebung. Auf seelischer Ebene ist der Atem die Verbindung zu unserer Seele und vielleicht noch vielem mehr.

 

  1. Einatmung (Inspiration):
    • Nase oder Mund: Die Luft tritt durch die Nase oder den Mund ein.
    • Rachen: Die Luft bewegt sich durch den Rachen.
    • Kehlkopf (Larynx): Die Luft passiert den Kehlkopf und gelangt in die Luftröhre.
    • Luftröhre (Trachea): Die Luft fließt durch die Luftröhre in die Bronchien.
    • Bronchien: Die Luftröhre teilt sich in zwei Hauptbronchien, die sich weiter verzweigen.
    • Bronchiolen und Alveolen: Die kleineren Verzweigungen der Bronchien enden in winzigen Luftsäcken, den Alveolen. Hier findet der Gasaustausch statt. Sauerstoff diffundiert durch die dünnen Wände der Alveolen in die Kapillaren und wird ins Blut aufgenommen.
    •  
  2. Ausatmung (Exspiration):
    • Kohlendioxid: Kohlendioxid, ein Abfallprodukt des Zellstoffwechsels, wird aus dem Blut in die Alveolen abgegeben.
    • Umkehrung des Atemwegs: Die Luft, jetzt mit Kohlendioxid angereichert, wird durch die Bronchiolen, Bronchien, Luftröhre, Kehlkopf und schließlich durch die Nase oder den Mund ausgeatmet.

 

Auswirkungen der Atmung auf das Körper-Geist-System

  1. Sauerstoffversorgung und Energieproduktion:
    • Zelluläre Atmung: Sauerstoff ist essentiell für die Zellatmung, bei der in den Mitochondrien Energie (ATP) produziert wird. Ein optimaler Sauerstoffgehalt im Blut verbessert die Energieproduktion und die allgemeine körperliche Leistungsfähigkeit. Wenn man sich vor Augen hält, dass die Mitochondrien Informationen unserer Ahnen speichern, wird klar, warum wir durch die bewußte Atmung Zugang zu tieferen Schichten in uns erhlaten.
  2. Nervensystem und Stressbewältigung:
    • Parasympathikus-Aktivierung: Tiefe und langsame Atmung aktiviert den Parasympathikus, der das „Ruhen und Verdauen“-System steuert und zur Entspannung beiträgt. Dies reduziert Stresshormone wie Cortisol.
    • Sympathikus-Reduktion: Durch kontrollierte Atmung kann der Sympathikus, der das „Kampf-oder-Flucht“-System steuert, beruhigt werden, was Angst und Nervosität mindert.
  3. Emotionale und mentale Gesundheit:
    • Stimmungsregulation: Regelmäßige Atemübungen können helfen, emotionale Zustände wie Angst und Depression zu lindern, indem sie das Nervensystem beruhigen und einen Zustand der inneren Ruhe fördern.
    • Konzentration und Klarheit: Eine verbesserte Sauerstoffversorgung des Gehirns kann die kognitive Funktion, Konzentration und geistige Klarheit steigern.
  4. Körperliche Gesundheit und Immunsystem:
    • Entzündungshemmend: Durch die Förderung einer optimalen Sauerstoffversorgung und die Reduktion von Stress können Atemübungen entzündungshemmend wirken, den Säure-Basen-Haushalt regulieren und das Immunsystem stärken.
    • Herz-Kreislauf-Gesundheit: Regelmäßige Atemübungen können den Blutdruck senken und die Herzfrequenz stabilisieren, was das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduziert.
  5. Schlafqualität:
    • Verbesserung der Schlafmuster: Atemtechniken wie die 4-7-8 Methode können helfen, schneller einzuschlafen und die Schlafqualität zu verbessern, indem sie den Körper in einen entspannten Zustand versetzen.
  6. Schmerzkontrolle:
    • Endorphinausschüttung: Tiefe Atmung kann die Ausschüttung von Endorphinen fördern, die als natürliche Schmerzmittel wirken und das allgemeine Wohlbefinden steigern.

 

Die Atmung ist weit mehr als nur ein physischer Prozess. Sie spielt eine zentrale Rolle für die Gesundheit und das Wohlbefinden des gesamten Körper-Geist-Systems. Durch das Erlernen und Praktizieren von Atemtechniken können wir unsere körperliche Gesundheit verbessern, emotionales Gleichgewicht finden und die geistige Klarheit erhöhen.

 

 

 

 Atemübungen

Regelmäßiges Üben und die bewusste Anwendung der Atemtechniken können dazu beitragen, ein ausgeglicheneres und gesünderes Leben zu führen.

 

 

Beispiele für Atemübungen

 

 

  1. Bauchatmung (Zwerchfellatmung):
    • Bei der Bauchatmung hebt und senkt sich der Bauch beim Ein- und Ausatmen. Diese Technik fördert eine tiefere und effizientere Atmung, da das Zwerchfell, der wichtigste Atemmuskel, optimal genutzt wird.
    • Vorteile: Verbesserung der Sauerstoffversorgung, Förderung der Entspannung, Unterstützung der Verdauung.
  2. Brustatmung:
    • Bei der Brustatmung hebt und senkt sich der Brustkorb, während der Bauch weitgehend unbewegt bleibt. Diese Atmung ist flacher als die Bauchatmung und wird oft unbewusst bei Stress verwendet.
    • Vorteile: Schnellere Sauerstoffaufnahme in Stresssituationen, kann jedoch zu Hyperventilation führen, wenn sie nicht bewusst kontrolliert wird.
  3. Vollatmung (kombinierte Atmung):
    • Diese Technik kombiniert die Bauch- und Brustatmung, sodass der gesamte Atemapparat genutzt wird. Der Atemfluss beginnt im Bauch und setzt sich in der Brust fort.
    • Vorteile: Maximale Sauerstoffaufnahme, tiefere Entspannung, erhöhte Vitalität, Bewegung des Zwerchfells
  4. Wechselatmung (Nadi Shodhana):
    • Diese Technik stammt aus dem Yoga und beinhaltet das abwechselnde Schließen eines Nasenlochs während des Ein- und Ausatmens.
    • Vorteile: Ausgleich von Körper und Geist (Yin & Yang), Förderung der Konzentration, Reinigung der Atemwege.
  5. 4-7-8 Atmung:
    • Eine beruhigende Atemtechnik, bei der man 4 Sekunden einatmet, 7 Sekunden den Atem anhält (nicht bei Bluthochdruck und Schwangerschaft!) und dann 8 Sekunden ausatmet.
    • Vorteile: Reduktion von Stress und Angst, Förderung des Einschlafens.

 

 

Warum sollte ich täglich Atemübungen praktizieren?

  • Bewusste Atemtechniken aktivieren das parasympathische Nervensystem, was zu einer Reduktion des Stresshormonspiegels führt und den Körper in einen Zustand der Entspannung versetzt.
  • Durch die Erhöhung des Sauerstoffgehalts im Blut und die Förderung einer ruhigen Geisteshaltung können Atemübungen die geistige Klarheit und Konzentrationsfähigkeit steigern.
  • Regelmäßige Atemübungen können die Lungenkapazität erhöhen, das Herz-Kreislauf-System stärken und die allgemeine körperliche Fitness verbessern.
  • Atemtechniken können helfen, emotionale Zustände wie Angst, Wut oder Traurigkeit zu regulieren und ein inneres Gleichgewicht herzustellen.
  • Techniken können helfen schneller einzuschlafen und die Schlafqualität zu verbessern, indem sie den Geist beruhigen und den Körper auf den Schlaf vorbereiten.
  • Tiefes und bewusstes Atmen kann als natürliche Methode zur Schmerzlinderung dienen, indem es den Körper entspannt und die Freisetzung von Endorphinen, den körpereigenen Schmerzmitteln, fördert.

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